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Moritz Klein, Ann-Kathrin Hipp, Bojan Albers, Simon Berlin | Foto: Tobias Reetz

Journalismus ist unabdingbar für eine funktionierende Demokratie. Und obwohl so viele hochwertige Medienangebote verfügbar sind wie nie zuvor, verabschieden sich immer mehr Menschen vom Journalismus – weil sie Medien misstrauen, ihre Informationen lieber von anderen Kanälen beziehen, oder Nachrichten gleich ganz meiden. Das neue Journalismus-Projekt tbd will verstehen, woran das liegt – und konkrete publizistische Antworten entwickeln.

Deshalb startet das Gründungsteam um Ann-Kathrin Hipp (zuletzt Leiterin des Tagesspiegel “Checkpoint”), Simon Berlin (zuletzt Süddeutsche Zeitung und Social Media Watchblog), Moritz Klein und Bojan Albers (beide zuvor The Pioneer) nicht mit einem fertigen Journalismus-Angebot, sondern mit einer mehrwöchigen Listening Tour. Von Oktober an wird sie die “Mission 401” von Berlin durch ganz Deutschland führen. Das Ziel: Feedback aus allen 401 Landkreisen und kreisfreien Städten einsammeln und herausfinden, was Menschen von einem neuen journalistischen Angebot erwarten.

Wer sich dafür interessiert, kann auf der Website tbd.land seine Wünsche äußern oder an Veranstaltungen live vor Ort teilnehmen. Updates und Fortschritte des Projekts teilt das Team in voller Transparenz bei Instagram und in einem zweiwöchentlichen Podcast. Auf diesen Kanälen werden auch weitere Köpfe zu sehen und zu hören sein, die das geplante Medium von 2027 an exklusiv mit regelmäßigen journalistischen Formaten bereichern werden. Mit dabei sind etwa Publizistin Gilda Sahebi, Wissenschafts-YouTuber Dr. Whatson (Cedric Engels) und Medienforscherin Prof. Alexandra Borchardt. Weitere prominente Gründungspartner werden folgen. 

Unterstützt wird tbd vom dänischen Medienhaus Zetland. Mehr als 45.000 zahlende Mitglieder ermöglichen den dialogorientierten Journalismus-Ansatz, der insbesondere jüngere Menschen anspricht und europaweit als Vorbild für unabhängige Medien gilt. 2024 half Zetland einem finnischen Gründungsteam beim Aufbau von Uusi Juttu (23.000 Mitglieder). Im August 2026 startete das dritte Partnermedium Demo mit rund 8.000 Mitgliedern in Norwegen. 

Das tbd-Team wird die Ergebnisse der Zuhörphase bis zum Jahresende auswerten. Daraus entwickeln die Gründer gemeinsam mit der entstehenden Community die publizistischen Grundsätze, auf denen das neue Angebot aufbauen soll. Auch die nächsten Schritte des Projekts, darunter der Aufbau eines Mitgliedschaftsmodells via Crowdfunding und der finale Name des Journalismus-Angebots, werden Anfang 2027 gemeinsam und öffentlich entschieden. Der aktuelle Projektname tbd. bezieht sich auf die englische Abkürzung für to be discussed, to be decided oder to be done und steht als temporärer Titel symbolisch für die Offenheit und Teilhabe des Projekts.

Journalismus, der Vertrauen zurückgewinnen will, kann nicht im stillen Kämmerlein entstehen. Darum treffen wir die wichtigsten Entscheidungen über dieses Projekt auch nicht allein. Die Menschen, für die wir Journalismus machen wollen, sollen von Anfang an mitgestalten, was das für ein Medium wird. Deshalb beginnt unsere Arbeit auch nicht mit dem Aufbau einer Redaktion, sondern mit einem offenen Ohr.

Ann-Kathrin Hipp (33), Co-Founderin von tbd.

Journalismus ist ein kulturelles Gut und Zetland kein Franchise-Modell, das sich einfach so auf Deutschland übertragen lässt. Seit April hat unser Gründungsteam mehr als 300 persönliche Gespräche über Journalismus und Demokratie geführt, die unseren Blick auf die Medienbranche verändert haben. Diesen Dialog möchten wir jetzt deutschlandweit fortführen und zum Ende des Jahres die besten Ideen präsentieren.

Moritz Klein (32), Co-Founder und Geschäftsführer von tbd.

Pressekontakt

Kontakte Gründer-Team:

Moritz Klein | [email protected]

Simon Berlin | [email protected]

Ann-Kathrin Hipp | [email protected]

Bojan Albers | [email protected]

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